private Altersvorsorge

Rente

Das Thema Rente ist im Augenblick wieder in aller Munde. Und dieses Mal gibt es ausnahmsweise einmal sogar positive Meldungen für die Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung. Denn dank der guten Konjunktur kann nämlich der Beitrag zur Rentenversicherung im nächsten Jahr gesenkt werden. Zudem erhalten alle Rentenbezieher eine Rentenerhöhung, die im Vergleich zu den eher mageren Anpassungen der letzten Jahre durchaus als anständig bezeichnet werden kann.

gesetzliche Rente

Dennoch dürfen diese zugegeben erfreulichen Nachrichten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Höhe der gesetzlichen Rente für die zukünftigen Rentnergenerationen nicht ausreichen wird, um den gewohnten Lebensstandard im Alter aufrechterhalten zu können. Die Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre und die vor einigen Jahren beschlossene Absenkung des Rentenniveaus sind nur zwei Beispiele, die aufzeigen, in welche Richtung es mit der gesetzlichen Rente geht. Und selbst wenn man die notwendigen 40 Beitragsjahre zusammenbekommt, sind 60 % des letzten Nettoeinkommens als Rente sicher nicht üppig.

Rentenversicherung

Daher ist es unumgänglich, dass Arbeitnehmer zum Erhalt ihres Lebensstandards im Alter privat dafür vorsorgen. Und je eher sie das tun, desto besser ist. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig genug. Und die allermeisten Verbraucher sorgen durch Abschluss so genannter Kapitalversicherungen fürs Alter vor. Oftmals schließen sie dafür „normale“ Lebens- oder Rentenversicherungen ab und zahlen über viele Jahre hinweg regelmäßig eine Prämie ein. Erleben sie den Versicherungsablauf, erhalten sie mitunter eine stattliche Summe ausgezahlt. Für den Fall, dass sie den Versicherungsablauf nicht erleben, sichern sie durch die Risikoversicherung ihre Hinterbliebenen finanziell ab.

privat fürs Alter vorsorgen

Es hat sich aber im Laufe der letzten Jahre gezeigt, dass gerade Verbraucher mit einem niedrigen Einkommen sich gar nicht mehr in der Lage sehen, durch Abschluss einer Kapitalversicherung privat fürs Alter vorzusorgen. Sie verdienen einfach zu wenig, als dass im Monat noch Geld für die Zahlung einer Versicherungsprämie überbleibt. Da ist die Altersarmut im Grunde vorprogrammiert. Um aber genau diesen Menschen die Chance auf einen zufriedenen Lebensabschnitt im Alter zu geben, gibt es seit nunmehr zehn Jahren die staatlich geförderte Altersvorsorge. Diese nach dem „Erfinder“ dieser Rente, dem damaligen Arbeitsminister Walter Riester, benannte Altersvorsorge soll gerade Arbeitnehmern mit einem geringen Einkommen helfen, eine private Altersvorsorge aufzubauen. Das geschieht durch Abschluss eines privaten Riestervertrages, basierend auf einer Kapitallebens- oder -rentenversicherung; oftmals, wegen des mutmaßlich höheren Ertrages auch auf Basis von Investmentfonds. Wegen des nicht geringen Risikos und eben der Tatsache, dass Verbraucher von ihren eingezahlten Beiträgen inklusive der Zulagen etwas haben sollen, müssen die Versicherer garantieren, dass Beiträge und Zulagen garantiert zur Auszahlung gelangen. Die Höhe der Zulagen ist abhängig von den eingezahlten Beiträgen.

Um die Höchstzulage zu erreichen, die im Übrigen jedes Jahr über die Einkommensteuererklärung beim Finanzamt beantragt werden muss, müssen Verbraucher maximal 2.100 € im Jahr bzw. 4 % des Jahresbruttoeinkommens in den Vertrag einzahlen; die Zulagen selbst werden dabei mit eingerechnet. Seit dem Jahr 2008 ist es zudem möglich, die Zulagen auch für den Kauf von Wohneigentum zu bekommen. Schließlich ist Wohneigentum ebenfalls eine ideale Vorsorge fürs Alter und angesichts der aktuell niedrigen Zinsen für Immobilienkredite verzeichnen die Banken eine rege Nachfrage nach Finanzierungen. Dabei können auch die erwähnten staatlichen Zulagen für den Wohnriester ein Finanzierungsbaustein neben weiteren sein, die auf einen Bausparvertrag oder ein spezielles Annuitätendarlehen eingezahlt werden.

Man kann also sagen, dass es in der Tat eine ganze Reihe von Möglichkeiten gibt, ergänzend zur gesetzlichen Rente fürs Alter vorzusorgen. Und angesichts der Riester-Zulagen ist es sogar Verbrauchern mit einem geringen Einkommen möglich, diese Vorsorge zu betreiben. Und sie sollte genutzt werden, will man im Alter nicht auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sein.

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Riester und Rürup

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