Riester Banksparpläne
Unter dem Riester Banksparplan versteht man einen staatlich geförderten Ratensparvertrag, der sowohl von Sparkassen wie auch von Genossenschaftsbanken angeboten wird. Die Großbanken haben aktuell keinen Riester-Banksparplan im petto, Kunden können hier lediglich auf andere Riester-Sparformen zurückgreifen. Der Banksparplan ist eine sehr klassische und konventionelle Möglichkeit, Geld zurückzulegen, da Anleger eine sichere Verzinsung nutzen und gleichzeitig Anlagerisiken ausschließen können. Kursschwankungen oder gar Verluste müssen bei Riester Banksparplänen nicht befürchtet werden, weshalb er sich vor allem für sicherheitsorientierte Anleger eignet. Zudem sind die Kosten im Vergleich zu anderen Riester-Formen wie etwa der Rentenversicherung oder dem Fondssparplan vergleichsweise niedrig, denn Abschlussgebühren fallen nicht an. So können Anleger trotz einer eher geringen Renditen mit dem Riester-Banksparplan einen ansehnlichen Ertrag erzielen, der durch die Riester-Zulagen noch gesteigert werden kann.
Verzinsung der Riester Banksparpläne
Riester-Banksparpläne bieten Anlegern eine jährliche Verzinsung, die zum Ende des Jahres dem Anlagekapital zugeschrieben wird. In den meisten Fällen werden die Zinsen beim Banksparplan nicht garantiert, denn ebenso wie bei Sparkonten oder Tagesgeldkonten werden sie variabel vereinbart und können sich so dem allgemeinen Zinsniveau anpassen. In vielen Fällen ist die Verzinsung an die Umlaufrendite oder den EONIA Zins gekoppelt. Steigt das allgemeine Zinsniveau, etwa durch Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank, werden auch die Zinsen für den Banksparplan erhöht. Sinkt hingegen das allgemeine Zinsniveau, wird die Bank die Verzinsung für den Riester-Banksparplan ebenfalls herabsetzen. Aufgrund der eher geringen Verzinsung ist der Riester Banksparplan vor allem für Menschen geeignet, deren Rentenbeginn nur noch wenige Jahre in der Zukunft liegt und Fondssparpläne oder fondsgebundene Rentenversicherungen in diesem Fall eher zu risikoreich wären. Junge Menschen hingegen könnten durch Fondsanlagen höhere Renditen erzielen, da hierbei die Chancen der Kapitalmärkte genutzt werden. Wer viel Wert auf Sicherheit legt, kann aber auch als junger Mensch vom Riester-Banksparplan profitieren.
Förderung der Riester Banksparpläne
Obwohl die Verzinsung der Riester-Banksparpläne eher gering ist, können Anleger dennoch von attraktiven Renditen profitieren, wenn die Förderbeträge genutzt und im Vertrag angelegt werden. Riester-Sparer können hierbei eine Grundförderung von 154 Euro erhalten, wenn sie mindestens vier Prozent ihres Bruttoeinkommens vom Vorjahr in den Vertrag einzahlen. Förderberechtigt sind alle Personen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind oder sich als Selbstständige freiwillig zur Mitgliedschaft entschieden haben. Aber auch Ehepartner, die eigentlich nicht zum förderberechtigten Personenkreis gehören, können die Riester-Grundförderung nutzen, sofern der Ehepartner förderberechtigt ist und sich bereits für einen Riester-Vertrag entschieden hat. Neben der Grundförderung ist es Eltern auch möglich, die Kinderzulage zu nutzen und ebenfalls in den Riester-Banksparplan zu investieren. Die Kinderzulage wird für Kinder ausgezahlt, die noch kindergeldberechtigt sind. Sie liegt bei 185 Euro pro Jahr, für ab 2008 geborene Kinder wurde sie sogar auf 300 Euro pro Jahr erhöht.
Auszahlung bei Rentenbeginn
Riester-Banksparpläne wurden ebenso wie anderen Riester-Produkte zerfitiziert und müssen daher verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Hierzu gehört beispielsweise, dass die Guthaben auf den Banksparplänen weder vererbt noch verschenkt werden können, auch ist es nicht möglich, das Geld bei Eintritt ins Rentenalter in einer Summe zu verfügen. Lediglich 30% des angesparten Kapitals kann an den Sparer ausgezahlt werden, der restliche Betrag wird in eine Rentenversicherung eingezahlt, um eine lebenslange Rente zu gewährleisten. Dieser Betrag kann dann zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung genutzt werden, um die Rentenlücke zu schließen.



